parasitäre Gewerkschaftsfolklore durch Funktionäre: die Streiks der Privilegierten
Ein über die Zeit widerwärtig gewordenes Relikt des 19. Jahrhunderts sind die Gewerkschaften.
Zum Begriff der Gewerkschaft assoziiert noch immer das Bild des ausgebeuteten Maschinenarbeiters, der nur en masse und mit Druck seine elementarsten Rechte durchsetzen kann. Doch Stahl- oder gar VW-Beschäftigte leben heute im Sozialismus, bilden unsere gut ausgestattete Mittelschicht, Gewerkschaften aber gibt es immer noch. Wer ist da drin, heute, in den Gewerkschaften? Wer streikt heute?
Es sind in fieser Regelmässigkeit jene, die eigentlich ob ihrer zentralen Stellung für das Gemeinwesen gar nicht streiken dürften, verbeamtet oder vereidigt gehören: als Diener des Gemeinwohls. Es streiken die Gewerkschaften des “öffentlichen Dienstes”, der städtischen Transportbetriebe, der Eisenbahn, der Stadtreinigung, der Verwaltung. Leute also, die es geschafft haben: Schwer zu kündigen, ihr Einkommen hat nichts mit “Auftragslagen” zu tun; was sie haben, ist ihnen sicher, sie sind die Lieblinge der Banken. Man sehe sich einen ihrer Aufmärsche an: die roten Trillerpfeifen in den pausbäckigen Gesichtern ihrer Bonzen. Immer mehr fordern. Jahr für Jahr. Immer mehr. Wenn die Gesellschaft - also Du und ich - nicht spurt: Streik! Ist ein Abschluss erzielt, nehmen sie wenige Jahre später wieder das Volk zur Geisel.
Heute sind “Gewerkschaften” nichts als der organisierte Terror von staatsnah Bediensteten gegen das Volk, um ihre eh schon privilegierte Stellung immer bequemer auszubauen. Die Leidtragenden sind alle, die auf Transportmittel angewiesen sind, um zur Arbeit zu fahren, und dann dort zur einen Hälfte für den eignen Unterhalt zu arbeiten, zur anderen für den der streikenden “öffentlich” “Bediensteten”. Selbst haben sie nichts von irgendwelchen Gerkschafts-abschlüssen. Draus raus schauen für sie nur noch höhere Steuern.
Die meisten können nicht streiken, denn die meisten leben nicht im Sozialismus sondern müssen für sich selbst sorgen: Was bedeutet, die Firma in der sie arbeiten mit nach vorn zu bringen und nicht, sie zu lähmen. Von solch markwirtschaftlichen Kriterien, solcher Lebensnähe bleiben die Privilegierten mit Streikrecht und Rentenvorsorge und Unkündbarkeit verschont. Ihr Einkommen ist sicher - es geht ihnen nur darum, es zu steigern! Dabei interessiert sie auch nicht, dass die öffentliche Hand bereits über die Maßen verschuldet ist. Notfalls sollen halt neue Schulden gemacht werden. Die Schulden von heute sind wiederum die Steuern von morgen. Asozial sind Gewerkschaften also nicht nur gegen den Mitbürger, sondern auch gegen die Nachfahren.
Ich wünsche von Herzen, dass die neue Terrorwelle des öffentlichen “Dienstes”, der Bahn, der BVG usw. usf., einfach ausgesessen wird. Dass der Staat nicht schon wieder einknickt, dass die Volksvertreter als Volksvertreter auftreten. Schluss mit dem Bonzenspuk des 21. Jahrhunderts! Und wenn aussitzen nicht hilft, dann hoffe ich auf den Zorn der Mitbürger. Ich weiss gleichwohl, dass wir dazu viel zu bequem und gezähmt sind. Aber wir haben ja noch die Scharen an Jugend mit “Hintergrund”! Solchen ist vielleicht am Ehesten die urwüchsige, angemessene Antwort in die Wiege gelegt. Die Deutschen allein sind sicher zu zimperlich.

1932, BVG-Streik. Ulbricht (stehend) spricht, Goebbels (sitzend, vorn links) lauscht im Präsidium. Damals brauchte die BVG noch NSDAP und KPD vereint. Heute vollzieht man Terror einfach so.
Hallo malloc,
“brüderliche Kampfgrüße” aus Portugal
Ralf